Die Welt reparieren

Neue kollektive Zusammenschlüsse  als Ausdruck gesellschaftlicher Transformation

 

Öffentlicher Abendvortrag von Christa Müller (anstiftung, München)
27. Januar 2017
Bischofsvilla, 18:30 Uhr

Im Rahmen des Workshops „Wir zusammen leben. Die Versprechen der Commons“ (27.-28.01.2017, organisiert von Vertet.-Prof. Dr. Andrea Seier)

 

Abstract

In den Experimentierräumen der Großstädte hat die Suche nach geeigneten Formen des Umgangs mit Problemlagen begonnen, auf die Markt und Staat nicht (mehr) antworten. Dabei entstehen neue, commons-basierte Räume, in denen oftmals noch junge Akteure* mit kleinteiligen Lösungen für die Nahrungsmittel- und Energieproduktion, aber auch für Design und eine für alle zugängliche Technik experimentieren. Es entstehen Formen des kollaborativen Produzierens, Reparierens und Teilens, die den industriellen Kapitalismus herausfordern und überschreiten.

Der Vortrag von Christa Müller nimmt eine zeitdiagnostische Einordnung des DIY/DIT vor und zeigt gesellschaftliche Bezüge und Sinnhorizonte auf, in denen diese Formen postkapitalistischen Fabrizierens gelesen werden können.

 

Christa Müller ist Soziologin und leitet die Forschungsgesellschaft anstiftung in München. Sie forscht zu urbaner Subsistenz. 2011 gab sie den Band „Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“ heraus und co-kuratierte die Ausstellung „Die Produktive Stadt – Designing for Urban Agriculture“ (TU Berlin und TU München). Aktuell arbeitet sie zu Do-it-yourself-Kulturen als Netzwerke postindustrieller Produktivität. Dazu erschien 2013 „Stadt der Commonisten. Neue urbane Räume des Do it yourself“ (mit A. Baier und K. Werner) sowie 2016 „Die Welt reparieren. Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis“ (mit A. Baier, T. Hansing und K. Werner); beide bei transcript (Bielefeld, auch als Open Access Download).

 

Teilnahme kostenlos. Anmeldung erbeten unter robert.stock[at]uni-konstanz.de.

Poster

Vortragsankündigung mit Abstract

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