Prof. Dr. Erich Hörl

Der Sinn der Partizipation. Wilde Medien und spekulative Ökologien

Mittwoch, 12. Februar 2014 | 17:00 Uhr | Hörsaal A 703

Der Begriff der Partizipation ist nicht nur zu einer Grundkategorie der Gegenwart avanciert, sein Aufstieg zeugt überhaupt von einer tiefgreifenden sinnkulturellen Transformation: Im Zuge der technologischen Sinnverschiebung, wie ich die Umwendung der Sinnkultur durch den Prozess der Kybernetisierung während des 20. Jahrhunderts nenne, ist Partizipation zu unserem Sinn geworden und ist der Sinn als solcher nicht mehr repräsentativ, sondern partizipativ verfasst. Dabei wurde der Begriff der Partizipation selbst umgewertet und radikalisiert. Der Vortrag fokussiert zwei theoretische Schlüsselszenen dieser Umwertung, die den Eintritt in die partizipative Sinnkultur skandieren: Lucien Lévy-Bruhls Hermeneutik wilder Partizipationskulturen und Gilbert Simondons spekulative Ökologie der Partizipation.

Lektüre zur Vorbereitung:

Simondon, Gilbert (2007): ‚Das Individuum und seine Genese. Einleitung‘, in Claudia Blümle and Armin Schäfer (Hrsg.): Struktur, Figur, Kontur : Abstraktion in Kunst und Lebenswissenschaften. Zürich [u.a.]: Diaphanes, 29-45.

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