Digitaler Lifestyle und Musikgenuss mit CI

Der Beitrag Neuro-Enhancement: Digitaler Lifestyle und Musikgenuss mit einem Cochlea-Implantat von Beate Ochsner und Robert Stock ist gerade erschienen in: Historische Perspektiven auf den künstlichen Körper (2015, hrsg. von Groß, Dominik / Söderfeldt, Ylva).

Der Band geht auf eine Tagung des Aachener Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte, RWTH Aachen am 15.11.2013 zurück, zum Tagungsbericht geht es hier.

Aus der Einleitung des Sammelbands:

„Mit dem Schlagwort „Nichts über uns ohne uns!“ haben die Disability Studies eine Bewegung weg von der auf Institutionen, Entdeckungen und ‚großen Männern’ fokussierten Geschichte der Behinderung angekündigt. Dementsprechend wendet man sich einerseits dem behinderten Menschen als historischem Subjekt zu, um die Objekt- und Opferrollen zu dekonstruieren und ausgegrenzte Gruppen sichtbar zu machen. Andererseits wird versucht, körperliche Differenz von der behindert/nicht-behindert-Dichotomie loszulösen und als allgegenwärtiges gesellschaftliches und kulturelles Strukturmerkmal zu begreifen. So wollen die Disability Studies, ähnlich wie zuvor z. B. die Gender Studies, allen Wissensgebieten eine weitere Perspektive liefern. Die Schwerpunkte der bisherigen Forschung in der Disability History sind zum großen Teil sozial- bzw. kulturhistorisch geprägt. Weniger beleuchtet wurden bisher die Wechselbeziehungen zwischen Disability History und der ‚klassischen’ Wissenschaftsgeschichte. Der vorliegende Sammelband beleuchtet die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Modelle von Behinderung aus wissenschaftshistorischer Sicht, um so eine „universalisierende“ Perspektive auf Behinderung zu gewinnen.“

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