Kea Wienand: Künstlerische Formen der Intersektionalitätsforschung

Analysen und Durchkreuzungen der Verflechtungen von Race und Gender

18. April 2018
18:30 Uhr
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien
UZA II, Rotunde, Raum 2H467

Abendvortrag im Rahmen des Workshops
MEDIEN DER INTERSEKTIONALITÄT. PROZESSE MEDIALER TEILHABE

Plakat Intersektionalität_GesichtFinal.png

Abstract

Mit dem Konzept der Intersektionalität hat die US-amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw (1991) einen kritischen Schwarzen Feminismus zu entwickeln versucht, in dem Geschlecht und „Rasse“ nicht als sich gegenseitig ausschließende Kategorien verhandelt werden. Seit einiger Zeit wird auch in der deutschsprachigen Geschlechterforschung diskutiert, wie das Verhältnis der genannten und weiterer Kategorien wie Klasse, Sexualität usw. analytisch beschrieben, aber auch durchkreuzt werden können. Künstlerische Arbeiten – vor allem schwarzer feministischer Künstlerinnen – haben mich das Konzept besser denken und als kritische politische Praxis verstehen lassen. Diesen Gedanken und meiner eigenen Faszination daran will ich in meinem Beitrag weiter nachgehen und überlegen, was sich daraus wiederum für die eigene Forschung ableiten lässt.

Kea Wienand, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunst und visuelle Kultur, Universität Oldenburg. Im Sommersemester 2018 hat sie eine Gastprofessur für Gender Studies an der Universität Konstanz. Promotion im Graduiertenkolleg Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktionen und Interkulturalität der Universität Trier. Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Kunsthochschulen; freiberufliche Kunstvermittlerin (z.B. auf der documenta 12, 2007). Redakteurin der Online-Zeitschrift FKW//Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. Zu den Veröffentlichungen zählen Nach dem Primitivismus? Künstlerische Verhandlungen kultureller Differenz in der Bundesrepublik Deutschland, 1960-1990. Eine postkoloniale Relektüre  (transcript 2015). Sie ist Mitherausgeberin der FKW-Sondernummmer Visual Fat Studies (2017) sowie von Sehen – Macht – Wissen. ReSaVoir. Bilder im Spannungsfeld von Kultur, Politik und Erinnerung (transcript 2011).

 

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