DFG-Forschungsgruppe Mediale Teilhabe geht in die Fortsetzungsphase

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) führt die Förderung des Projektes „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“ an der Universität Konstanz, der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Hamburg und der Züricher Hochschule der Künste fort. Sprecherin der Forschergruppe bleibt die Konstanzer Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Beate Ochsner. Mit neuem Fokus in fünf Teilprojekten wird das Team am Fachbereich Literatur-, Kunst und Medienwissenschaften an der Universität Konstanz und den beteiligten Hochschulen in den kommenden drei Jahren medienkulturelle Austauschprozesse untersuchen und eine Theorie medialer Teilhabe erarbeiten. Die DFG fördert das Vorhaben mit einer Summe von rund 1,9 Millionen Euro für die weitere dreijährige Laufzeit.

Mit dem Konzept medialer Teilhabe wird ein klassischer binärer Zugangs- und Inklusionsbegriff problematisiert, um auf diese Weise die Komplexität und Vielschichtigkeit dieser Logiken in Bezug auf ihre je spezifischen Zeitlichkeiten, Vernetzungsstrukturen und Vergemeinschaftungen in den Blick zu nehmen. Die bereits in der ersten Förderphase geleistete Forschungsarbeit wird in der Fortsetzung stärker kontextualisiert und in konkreten historischen, machtpolitischen, infrastrukturellen und transkulturellen Dimensionen ausdifferenziert: „Forschungsleitend ist nach wie vor die Überzeugung, mediale Teilhabe als zentrales Problem unserer digitalen Gegenwartskultur über die Untersuchungen individualistischen oder kollektiven Mediengebrauchs hinausgehend in ihrer komplexen Prozessualität und Vielfältigkeit theoretisch fassbar machen zu können.“, so die Sprecherin Prof. Dr. Beate Ochsner.

Das Projekt mit Hauptsitz in Konstanz arbeitet interdisziplinär: In medienhistorischen, ethnologischen, ästhetischen, soziologischen sowie kunstwissenschaftlichen Perspektiven gliedert sich das Vorhaben in fünf Teilprojekte, die an unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden: Die Teilprojekte zwei und drei von Prof. Dr. Beate Ochsner und Prof. Dr. Isabell Otto sind an der Universität Konstanz verortet und beschäftigen sich mit medialer Teilhabe in digitalen Kulturen. Konkrete Untersuchungsgegenstände sind dabei App-Konfigurationen im Kontext von Hör- und Sehbehinderungen (Dis-/Ability) und Smartphone-Vergemeinschaftungen. Die weiteren drei Teilprojekte befassen sich mit medialer Teilhabe im Kontext relationaler Transformationen von Macht, Kapital, Subjektivität und dem Gemeinsamen, der Zeitlichkeit von Streaming-Praktiken sowie dem Phänomen teilhabender Kritik in militanten Forschungen und Wissenspraktiken.

Faktenübersicht:

  • Medienwissenschaftliche Forschungsgruppe „Mediale Teilhabe“ um die Konstanzer Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Beate Ochsner erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Fortführung der Förderung von drei Jahren.
  • Das Projekt „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“ wird in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Hamburg und der Züricher Hochschule der Künste durchgeführt.
  • Die Forschungen zur medialen Teilhabe gliedern sich in fünf Teilprojekte, die Gruppe wird von der Konstanzer Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Beate Ochsner als Sprecherin vertreten.
  • Dem Projekt steht für die weitere dreijährige Laufzeit eine Summe von rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Presseinformation der Universität Konstanz, abrufbar hier.

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